Sächsisches Klosterbuch. Klöster, Stifte und Komtureien in Sachsen vor der Reformation

Projektleitung: Enno Bünz
Projektbearbeitung: Christian Schuffels
externe Bearbeiter: Dirk Martin Mütze, Sabine Zinsmeyer, Alexander Sembdner

Klöster und Stifte stellten als geistliche Gemeinschaften tragende und prägende Strukturelemente und Sozialformationen der vormodernen Verfassung, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur dar. Ihre Bedeutung und ihr Einfluss reichten weit über den kirchlichen Bereich hinaus. Neben dem flächendeckenden Netz der Pfarreien waren die Klöster und Stifte die breiteste Schnittstelle von Kirche und Welt. Die Abfolge der Ordensgründungen und Reformbewegungen, Elemente einer überregionalen, europaweiten Vernetzung und Verflechtung, zeugen von der anhaltenden Aktualität und Attraktivität religiöser Gemeinschaftsbildung im Mittelalter, die zudem noch durch die Ausprägung monastischer und kanonischer Lebensform (Kloster und Stift) weiter aufgefächert worden ist. Für alle weiterreichenden und tiefergehenden Untersuchungen, nicht zuletzt in überregional vergleichender Perspektive, stellt ein „Klosterbuch“ als Handbuch und Nachschlagewerk die unverzichtbare Ausgangslage dar. In 80 umfangreichen Artikeln werden für jedes Kloster und Stift bzw. für jede Komturei auf dem Gebiet des heutigen Freistaats Sachsen jeweils die Geschichte, die innere Verfassung einschließlich der Namenslisten der Amtsträger sowie die Besitzverhältnisse und das religiöse wie geistige Leben untersucht. In eigenen Abschnitten werden die Angaben durch die Nachbardisziplinen der Archäologie, der Bau- und Kunstgeschichte sowie der Bibliotheksgeschichte ergänzt. Erfasst werden alle für die jeweilige Institution relevanten gedruckten wie ungedruckten Quellen einschließlich der Siegel und ausgewählter Bildzeugnisse. Grundrisse, Lagepläne und Besitzkarten wurden eigens für das Klosterbuch neu erstellt. Eine historische Einführung sowie Register und Verzeichnisse runden das Werk ab, das sich bereits im Druck befindet.

(Stand 03/2023)