Sächsisches Klosterbuch. Klöster, Stifte und Komtureien in Sachsen vor der Reformation

Projektleitung: Enno Bünz
Projektbearbeitung: Christian Schuffels
externe Bearbeiter: Dirk Martin Mütze, Sabine Zinsmeyer, Alexander Sembdner

Klöster und Stifte stellten als geistliche Gemeinschaften tragende und prägende Strukturelemente und Sozialformationen der vormodernen Verfassung, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur dar. Ihre Bedeutung und ihr Einfluss reichten weit über den kirchlichen Bereich hinaus. Neben dem flächendeckenden Netz der Pfarreien waren die Klöster und Stifte die breiteste Schnittstelle von Kirche und Welt. Die Abfolge der Ordensgründungen und Reformbewegungen, Elemente einer überregionalen, europaweiten Vernetzung und Verflechtung, zeugen von der anhaltenden Aktualität und Attraktivität religiöser Gemeinschaftsbildung im Mittelalter, die zudem noch durch die Ausprägung monastischer und kanonischer Lebensform (Kloster und Stift) weiter aufgefächert worden ist. Für alle weiterreichenden und tiefergehenden Untersuchungen, nicht zuletzt in überregional vergleichender Perspektive, stellt ein „Klosterbuch“ als Handbuch und Nachschlagewerk die unverzichtbare Ausgangslage dar. Insgesamt haben im Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen im Mittelalter 76 Klöster, Stifte und Komtureien an 79 Standorten bestanden. Diese werden im Rahmen des „Klosterbuches“ erstmals grundlegend untersucht.