Konzeption eines Workflows und zugehöriger Toolchains zur Erfassung, Verarbeitung, Zusammenführung und (Nach)Nutzung historischer Ortsdaten (NFDI4Memory-Incubator-Funds-Projekt)
Projektleitung: Joachim Schneider
Projektbearbeitung: Tim Schubert
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Robert Badura
Projektlaufzeit: 01.03.2026-31.12.2026
Historische Ortsdaten sind genuiner Bestandteil geisteswissenschaftlicher Forschung und werden in unterschiedlichsten Formen generiert – von Ortsregistern in Publikationen bis hin zu institutionellen Datenbanken. Derzeit fehlt jedoch eine einheitliche Vorgabe für deren Verwaltung und Verzeichnung. Das Projekt knüpft an die Vorarbeiten aus dem 2024–2026 am ISGV laufenden Projekt Entwicklung einer nationalen Datenbankstruktur für historische Ortsdaten an, in dessen Zuge ein Minimaldatensatz Historische Orte erarbeitet wurde. Ziel ist es nun, erstmals Leitlinien für die praktische Umsetzung der dort entwickelten Konzepte auszuarbeiten: in Form eines konkreten Workflows und zugehöriger Toolchains zur Erfassung, Aufbereitung und (Nach)Nutzung historischer Ortsdaten. Die Workflowlösungen werden modular aufgebaut, um unterschiedliche Datenqualitäten, personelle Ressourcen und die heterogenen Voraussetzungen der beteiligten Akteurinnen und Akteure zu berücksichtigen. Dabei sollen insbesondere die digitalen Kompetenzen von Forscherinnen und Forschern im Umgang mit Normdaten gestärkt werden. Die Arbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern (wie NFDI4Memory und LAGIS Hessen) im Vorgängerprojekt wird fortgesetzt.
Das Projekt wird im Rahmen der Incubator Funds-Projekte 2026 finanziert aus den Mitteln des Konsortiums NFDI4Memory.