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Arbeiterfotografie als bildwissenschaftliches Ausstellungskonzept

Projektleitung: Manfred Seifert Bearbeitung: Wolfgang Hesse

Aufbauend auf den Forschungsergebnissen des dreijährigen DFG-Projekts zur Arbeiterfotografie der Weimarer Republik erarbeitet das ISGV seit Anfang April 2013 zusammen mit Partnerinstitutionen eine Ausstellung. Sie soll 2014 in den Kunstsammlungen Zwickau im Rahmen von deren 100-Jahrfeierlichkeiten und dem Käthe-Kollwitz-Museum Köln während der photokina sowie im Frühjahr 2015 im Stadtmuseum Dresden gezeigt werden.

Die Ausstellung wird dem Publikum mit seinen reichen Erfahrungen im Fotografieren und der Bilderflut des Internet die Amateuraufnahmen vom Beginn der Medienmoderne als Vor- und Frühgeschichte dieser Kultur nahezubringen suchen. Das Konzept der Präsentation sieht vor, die Arbeiterfotografien mit Stadtbildern, Pressefotografien, Malerei und Grafik der Zeit um 1930 zu konfrontieren: Dabei entsteht im „Blick von unten“ ein kritisches Bild der Zwischenkriegszeit.

Die zweijährigen Vorbereitungsarbeiten sind dadurch möglich geworden, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft dem Antrag des Instituts auf Bewilligung eines Erkenntnistransferprojekts zugestimmt hat. Für den geplanten Katalog konnten renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Autoren gewonnen werden. Zum Abschluss ist eine Tagung geplant.