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berenS & vogel \ der erSte weltkrieg alS medienereigniS in der region




































       Abbildung 8: Da Zeitungen des Ersten Weltkrieges zensiert wurden und somit nicht immer
       wortwörtlich zu lesen sind, bedürfen sie der Quellenkritik. Hinweise hierzu liefern der einführende Text sowie
       das Digitalisat des „Zensurbuches“.
                                                                                           Abbildung 9: Das „Zensurbuch für die deutsche Pres-
                                                                                           se“ ist als ‚Leitfaden‘ der Berichterstattung zu lesen und
         bestimmten Form berichtet werden durfte. Mel-  ständnis und zur Einordnung des Wertes der   wurde aus diesem Grund in das Webportal integriert,
                                                                                           http://hwk1.hebis.de/1914/domainresource/Zensurbuch_
       dungen der offiziellen Nachrichtenagentur   Quelle. Es lässt sich als ‚Leitfaden‘ zur Bewer-  dtPresse_1917.pdf.
       ‚Wolff’sche[s] Telegraphenbureau‘, erkennbar in   tung der Berichterstattung lesen. Dort ist bei-
       den Zeitungen am Kürzel ‚WB‘ oder ‚WTB‘, durf-  spielsweise in Bezug auf die Lebensmittel-
       ten beispielsweise nur ungekürzt, ohne Ergän-  knappheit – der „Steckrübenwinter“ lag gerade
       zungen und unkommentiert abgedruckt wer-  hinter den Deutschen – die Anweisung zu lesen,
       den.  Letztmalig wurde im März 1917 das   dass es verboten war, „Nachrichten über Stra-
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         „Zensurbuch für die deutsche Presse“ heraus-  ßenkundgebungen, Unruhen und über Aus-
       gegeben. Diese Ausgabe wurde ebenfalls digi-  standsbewegungen wegen Nahrungsmittel-
       talisiert und in das Webportal integriert,  denn   knappheit“ zum Abdruck zu bringen. 32
                                     31
       sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Ver-  Dass zumindest Wochenzeitungen vorab von
                                            den Zensurstellen geprüft und freigegeben

       30  Vgl. Koszyk: Kommunikationskontrolle, S. 166.
       31  Oberzensurstelle (Hg.): Zensurbuch für die deutsche   32  Oberzensurstelle (Hg.): Zensurbuch für die deutsche
         Presse.                              Presse.


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