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Zwischendurch die Promotion!? 15. dgv-Doktorand*innentagung

Ort
Seminarhaus Schloß Oberau
Thomas-Müntzer-Ring 6
01689 Niederau

Kontakt
Oliver Wurzbacher 

Telefon
+49 351 43616 42

Email
o.wurzbacher@isgv.de

Datum
23. bis 25. Oktober 2020

Veranstalter
Doktorand*innen der Volkskunde/Kulturanthropologie mit Unterstützung durch die Deutsche Gesellschaft für Volkskunde, das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, die Gesellschaft für Europäische Ethnologie in Freiburg und den Waxmann-Verlag



Anmeldeinformationen

  Unkostenbeitrag
TeilnehmerIn 50 €

Bitte melden Sie sich per E-Mail an info@doktagung.de bis zum  31. Juli 2020 an. Die Anmeldung wird verbindlich mit Überweisung des Unkostenbeitrages auf das in der Anmeldebestätigung genannte Konto.



Inhalte

Während der Promotion befinden wir uns in vielerlei Hinsicht in Zwischenräumen: Als Forscher*innen sind wir in unsere Projekte involviert und schaffen unseren Forschungsgegenstand stets auch ein Stück weit mit. Dabei sollen wir Neues erdenken, Fachtraditionen aber gleichfalls nicht vergessen. Als Doktorand*innen spielen wir viele Rollen – wir sind Studierende, die in einem Betreuungsverhältnis stehen, zugleich häufig prekär arbeitende Wissenschaftler*innen und Lehrende.

Wie wir Phänomene betrachten und die Art und Weise, wie sich der Weg zur fertigen Doktorarbeit gestaltet, ist nicht nur von uns als Individuen abhängig, sondern darin spiegeln sich ebenfalls akademische Strukturen: Standortprofile, Betreuungsverhältnisse, Förder- und Projektgegebenheiten, (inter-)disziplinäre Grenzen oder Verbindungen.

Auf der dgv-Doktorand*innentagung 2020 möchten wir eben diese Zwischenräume ins Zentrum rücken, das strukturelle Dazwischen und die vielseitigen Verschränkungen ausleuchten, in die unsere Projekte aber auch wir als Promovierende selbst eingebunden sind. Als Promovierende sollen wir mit 100 Prozent bei der Sache sein und hochwertige Forschung leisten, unser arbeitendes Selbst ungeachtet prekärer Arbeitsbedingungen in der akademischen Welt vermarkten und geeignete Strategien zur Kommunikation unserer Ergebnisse über die Wissenschaftslandschaft hinaus ausloten.

Das Bestehen innerhalb akademischer Strukturen und die Praktiken wissenschaftlichen (Zusammen-)Arbeitens sollen daher von einem häufig am Rande diskutierten Aspekt zu einem zentralen Thema erhoben und mit der inhaltlichen Diskussion unserer Projekte verschränkt werden: Erzählt uns von euren Arbeitsumfeldern oder welchen Weg ihr für eure Dissertationen eingeschlagen habt. Wie lässt sich aus der Verunsicherung heraus zusammenarbeiten? Wie formulieren wir unsere Interessen unter den gegebenen Arbeitsverhältnissen und welche Tücken bringt ein solches Engagement mit sich? Gibt es Möglichkeiten und Wege, Räume gemeinsamer Reflexion und kollaborativen Schreibens zu schaffen? Wer liest unsere Arbeiten am Ende überhaupt und für wen schreiben wir?

Im Sinne einer Forschungswerkstatt bietet die Tagung Promovierenden der Kulturanthropologie/ Europäischen Ethnologie/ Empirischen Kulturwissenschaft/ Volkskunde und benachbarter Disziplinen somit die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu vernetzen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Gemeinsam wollen wir unsere Projekte diskutieren und weiterdenken, zweite und dritte Meinungen einholen und Erfahrungen zu allen Aspekten und in allen Phasen des Promovierens austauschen.

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