Workshopreihe zu biografischer Hochschulforschung - Erzähl(t)e Transformation
Das Projekt „Erzähl(t)e Transformation“ des Potenzialbereichs Gesellschaftlicher Wandel, des Forschungsverbunds TUDiSC, des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) und des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung (HAIT) widmet sich den Fragen, was die Umbrüche der 1990er-Jahre für ostdeutsche Hochschulen bedeuteten: Wie wurden sie individuell erlebt, institutionell gestaltet und wissenschaftlich reflektiert? Damit eröffnet es neue Perspektiven auf die Veränderungen ostdeutscher Hochschulen seit den 1990er-Jahren. In methodischen Workshops werden Erfahrungen des Umbruchs beleuchtet. Im Zentrum steht, wie sich Transformationen in Biografien einschreiben, diese prägen und wie sie aus verschiedenen Disziplinen wie Geschichte, Soziologie sowie Ethnologie und Kulturanthropologie untersucht werden können. Im Anschluss daran finden ab September 2026 Erzählcafés mit Zeitzeug:innen der Entwicklungen speziell an der TU Dresden statt. Bei Interesse und entsprechender Eignung können diese Ausgangslage für studentische Forschung und Prüfungsleistungen sein.
Der erste Workshop findet am Freitag, 24. April 2026, 9 bis 12 Uhr zum Thema „Geschichtswissenschaft und Hochschulumbau nach 1989/90. Perspektiven der Universitätsgeschichte für die ostdeutsche Transformation“ statt. Er wird geleitet von Aron Schulze von der Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der TU Dresden. Als Referent ist Prof. Dr. Peer Pasternack vom Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg geladen. Weitere Workshops folgen am 8. Mai zu "Biografische Interviews in Forschung und Lehre" sowie am 26. Juni zu "Von der Forschung ins Archiv. Einblicke in Archivierungsmöglichkeiten analoger und digitaler Forschungsdaten".
Für die Erzählcafés werden Menschen gesucht, die die späten 1980er- bis 1990er-Jahre an der TU Dresden miterlebt haben – egal ob als Studierende, Beschäftigte oder politische Entscheidungsträger:innen. Wer daran interessiert ist, sich mit anderen Zeitzeug:innen über die eigenen Erfahrungen und Erinnerungen in moderierten Gesprächsrunden auszutauschen, ist herzlich willkommen.
Weitere Informationen sind auf der Projektseite zu finden.