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Wege – Gestalten – Profile. Katholische Kirche in der sächsischen Diaspora

Tagung_Ambivalente_Trandformationen

Ort
Haus der Kirche (Dreikönigskirche)
Hauptstraße 23, 01097 Dresden

Kontakt
Prof. Dr. Joachim Schneider

Telefon
+49 351 4361630

Email
j.schneider@isgv.de

Datum
26. bis 28. März 2020

Um Online-Anmeldung wird gebeten bis zum 20. März 2020.
Für die beiden öffentlichen Abendvorträge ist keine Anmeldung erforderlich.
Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.

Veranstalter
Bistum Dresden-Meißen, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)



Nach dem Konfessionswechsel des Herrscherhauses und der Arbeitsmigration im 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich in Sachsen eine zahlenmäßig bescheidene, aber zunehmend stabile katholische Minderheit. Daneben gab es in der Oberlausitz die katholischen Sorben mit ihrer jahrhundertealten Verflechtung von religiöser und kultureller Identität. In rechtlicher Hinsicht bildete die entstandene Situation ein Konglomerat von andauernden Provisorien unterschiedlicher Herkunft. Nach dem Ende der Monarchie war deshalb die Wiedergründung des Bistums Meißen (1921 mit Bischofssitz in Bautzen) ein entscheidender Schritt zur endgültigen Gleichberechtigung der beiden großen Konfessionen. In den folgenden Jahrzehnten fand die katholische Kirche unabhängig von staatlichen Strukturen ihre spezifische, oft eher unauffällige, aber doch hör- und sichtbare Rolle innerhalb der Gesellschaft – im traditionell protestantischen Sachsen, unter zwei Diktaturen und nach 1990 im wiedervereinigten Deutschland. Die bevorstehende 100-Jahr-Feier der Wiedergründung des Bistums bietet einen willkommenen Anlass, um ausgewählte Fragen zur Geschichte der katholischen Kirche in Sachsen, aber auch innerhalb der gesamtdeutschen Situation zu erörtern.

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