Mätressen, Macht und Kunst um 1700. Spielräume weiblichen Handelns an europäischen Fürstenhöfen

Internationale Tagung in Dresden

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Andreas Rutz (ISGV/TU Dresden)

Prof. Dr. Stephan Kraft (Universität Würzburg)

Prof. Dr. Isabelle Stauffer (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Ort
SLUB Dresden, Klemperer-Saal

Datum
28. bis 30. September 2026

Veranstalter
Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) Dresden in Kooperation mit der SLUB Dresden

Kontakt
Dörthe Schimke (ÖA/Wissenschaftskommunikation), d.schimke@isgv.de


Programm und Anmeldung folgen


Zur Tagung

Sie standen an der Seite der regierenden Fürsten, unterhielten mit ihnen ein nichteheliches Verhältnis und genossen deren Vertrauen: Mätressen. Auffällig oft waren diese Frauen im 17. und 18. Jahrhundert durch besonderes künstlerisches, literarisches oder musisches Talent ausgezeichnet. Durch ihre Position bei Hofe spielten sie in der Repräsentation eine zentrale Rolle und konnten informell politischen Einfluss ausüben. Eine wissenschaftliche Tagung widmet sich diesen historischen Protagonistinnen und ihren Handlungsspielräumen am Beispiel der Höfe Augusts des Starken in Dresden und Warschau sowie Ludwigs XIV. in Paris in Hinblick auf Macht und Kunst. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geschichts- und Literaturwissenschaften, der Kunstgeschichte sowie der Musik- und Tanzwissenschaft diskutieren über die politischen Konstellationen, in denen die Mätressen agiert haben, über ihre Fremd- und Selbstrepräsentationen und über Briefe und literarische Texte als Medien weiblicher Schriftlichkeit.

Ein Höhepunkt der dreitätigen Tagung ist das Opera-Ballet „Fastnachts-Lust“ von Maria Aurora von Königsmarck, Dichterin und Mätresse Augusts des Starken, und dem Hofkapellmeister Johann Christoph Schmidt, das am 28. September 2026 erstmals seit 1697 in Dresden wiederaufgeführt wird. Parallel erscheint die historisch-kritische Edition, die im Rahmen der Tagung präsentiert wird.

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