Kurfürstliche Koordinaten – Landesvermessung und Herrschaftsvisualisierung im frühzeitlichen Sachsen

Landesvermessung und Herrschaftsvisualisierung im frühzeitlichen Kolloquium

Internationales Kolloquium - Kurfürstliche Koordinaten

Residenzschloss Dresden
Hans-Naedler-Saal 

KONTAKT 
Internationales Kolloquium


DATUM
21. UND 22. JANUR 2011

PROGRAMM

VERANSTALTER
Staatliche Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit – Universität Kassel – Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. und mit freundlicher Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung

Vom 23. September 2010 bis 23. Januar 2011 zeigt der Mathematisch-Physikalische Salon Dresden in kooperation mit dem Hauptstaatsarchiv Dresden die Sonderausstellung »Genau Messen = Herrschaft verorten. das Reißgemach von Kurfürst August, ein Zentrum der Geodäsie und Kartographie« im Dresdner Residenzschloss. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl der ehemals in der Dresdner Kunstkammer verwahrten, von Kurfürst August zur Vermessung von Sachsen verwendeten geodätischen Instrumente wie auch von ihm eigenhändig gezeichnete Karten.

Im Zentrum der Tagung steht die Frage nach den verschiedenen Arten der herrschaftlichen Instrumentalisierung der in der Dresdner Kunstkammer gesammelten Karten, die der Kurfürst eigenhändig in seinem Reißgemach, dem Zentrum dieser Raumfolge, zeichnete. An konkreten landesgeschichtlichen Beispielen wird erörtert, ob, wann und inwieweit Karten im Dienste herrschaftlicher Zielsetzungen produziert wurden, um über eine einfache Aufnahme von Besitztümern hinaus einen Flächenstaat zu etablieren oder gar Herrschaftsansprüche zu verteidigen. Zu untersuchen ist, welche Rolle die Karten für die fürstliche Repräsentation spielten und welche Regierungskonzepte bzw. Veränderungen politischer Strukturen sie abbilden.

Im interregionalen Vergleich ist darüber hinaus zu analysieren, wie sich die Beziehungen zwischen Herrschen und Kartieren an verschiedenen fürstlichen Höfen im Reich gestalteten und in welcher Form die Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrgenommen wurden. es geht also um die Rolle des Kartierens bei der Erfassung und Durchdringung von herrschaftlich beanspruchtem Raum sowie um die Bedeutung kartographischer Materialien bei der Zurschaustellung politischer Absichten.

 

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