ENTFÄLLT: Buchvorstellung in Leipzig
Jüdische Biografien in Sachsen im 19. Jahrhundert – Das Beispiel Leipzig
Ort
Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V., Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig
Datum
28. April 2026 - 18 Uhr
Eintritt frei.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
+++ Der Termin muss leider verschoben werden, ein neuer wird demnächst bekannt gegeben. +++
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts veränderten sich die Lebensbedingungen von Jüdinnen und Juden in Sachsen wie auch anderswo in Deutschland grundlegend: Einerseits war es die Zeit der schrittweisen rechtlichen Gleichstellung in fast allen Lebensbereichen. Und zugleich war die Epoche von tiefgreifenden kulturellen Veränderungen im Judentum gekennzeichnet: Verbürgerlichung, Bildungsstreben, Reformen des Gottesdienstes und der Erziehung der jüdischen Jugend wurden prägend. Diese Entwicklungen werden exemplarisch sichtbar in rund 120 jüdischen Lebensläufen, die im Rahmen der ‚Sächsischen Biografie‘ zum TACHELES-Jahr neu erarbeitet und – gesammelt mitsamt einer historischen Einleitung – auch in Buchform veröffentlicht wurden. Rund 40 dieser Biografien sind eng mit der damals aufstrebenden jüdischen Gemeinde Leipzigs verbunden. Menschen aus sehr verschiedenen Herkünften, Milieus und Berufen kommen damit in den Blick.
Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema des Buches durch den Historiker Dr. Daniel Ristau werden im Gespräch mit dem Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die jüdische Kultur in Sachsen Dr. Thomas Feist (Leipzig) und dem Historiker Lucas Böhme M.A. (Leipzig) einige der Leipziger Lebensläufe diskutiert und in der jüdischen Geschichte Leipzigs und Sachsens verortet.
Der Abend wird musikalisch umrahmt durch den Leipziger Synagogalchor, der zwei Chorwerke des Leipziger Komponisten Salomon Jadassohn (1831-1902) vorträgt.