Biografie des Monats Mai 2019

Johann Christian Eberle (1869 –1937)

Portrait von Johann Christian Eberle (1869 –1937)

„„Über Geld spricht man nicht – man sendet es.“ Mit diesem Slogan wirbt einer der großen Online-Bezahldienste dafür, doch auch im Freundes- und Familienkreis öfter mal per Smartphone-App Geld zu überweisen. Angesichts solcher tiefgreifenden Veränderungen im Zahlungsverkehr, die aktuell sogar schon zum Teil auf eine gänzliche Abschaffung des Bargeldes hinauslaufen, scheint es kaum mehr vorstellbar, dass noch vor 100 Jahren den meisten Menschen bargeldlose Zahlungen völlig fremd waren.

Die Einführung und der Durchbruch des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist in Sachsen wie auch in Deutschland vor allem mit einem Namen verbunden: Johann Christian Eberle. Mit „außergewöhnlicher Zähigkeit, Zielstrebigkeit und Leidenschaft“ (Barbara Hillen) hatte sich der Nossener Bürgermeister zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die Modernisierung und den Zusammenschluss der sächsischen Sparkassen engagiert. Seine innovativen Reformen, gerade im Bereich des Giroverkehrs, fanden von Sachsen ausgehend im gesamten Deutschen Reich Verbreitung und führten zu einem bis heute nachwirkenden gewaltigen Modernisierungsschub innerhalb des Sparkassenwesens. Anlässlich seines 150. Geburtstags möchte daher auch die Sächsische Biografie an das Wirken dieses herausragenden Sparkassenreformers, Mittelstandsförderers und Kommunalpolitikers erinnern.

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