Biografie des Monats März 2026

Curt Querner (1904-1976) – Maler der Neuen Sachlichkeit

Porträt von Curt Querner (1904-1976)
Porträt von Curt Querner (1904-1976)

von Henrik Schwanitz

Als der Freitaler Museumsdirektor Hellmuth Heinz 1968 eine Monografie über das Leben und Werk Curt Querners veröffentlichte, war dies der Auftakt für die späte öffentliche Würdigung von dessen Werk.

Als Sohn eines gehörlosen Ehepaars wuchs Querner in ärmlichen Verhältnissen in Börnchen bei Dresden auf. Das dörfliche Umfeld und die Landschaften am Rande des Osterzgebirges sollten sein Werk lebenslang prägen. Ursprünglich als Fabrikschlosser tätig, studierte er ab 1926 an der Dresdner Kunstakademie, u. a. bei Otto Dix, zu dessen bedeutenden Schülern er zählt. 1930 schloss sich Querner der KPD und der Asso (Assoziation revolutionärer bildender Künstler) an und schuf seine ersten Werke im Stil des Verismus der Neuen Sachlichkeit. Nach Wehrdienst, Kriegsgefangenschaft und der Zerstörung eines Großteils seiner Werke im Zuge der Bombardierung Dresdens, kehrte Querner 1947 in sein Elternhaus nach Börnchen zurück. Hier schuf er seine Werke, die die heimatliche Landschaft und die bäuerliche Arbeit im Bild festhielten. Dem in der DDR propagierten „Sozialistischen Realismus“ stand er kritisch gegenüber. Wohl auch deshalb setzte eine Würdigung seines Werks erst spät, ab den 1960er-Jahren, ein und fand in internationalen Ausstellungen und der Verleihung des Nationalpreises der DDR 1972 seinen Höhepunkt.

Im März 2026 jährt sich der Todestag Kurt Querners zum fünfzigsten Mal. Die Sächsische Biografie erinnert mit der Biografie des Monats an den Maler der Neuen Sachlichkeit.

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