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Sachsen: Weltoffen!

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Migration und die Begegnung mit „Fremden“ sind der Normalfall. Diese Kulturkontakte waren dennoch durchaus problematisch und von Ängsten geprägt – vor wirtschaftlichem Abstieg und dem Verlust von Einkommensmöglichkeiten, aber auch vor religöser und kultureller „Überformung“. Was als fremd und unerwünscht wahrgenommen wird, variiert je nach historischem, sozialem und politisch-rechtlichem Kontext. Welche Lösungen im Umgang miteinander gefunden wurden und welchen Gewinn diese Kulturkontakte für alle Beteiligten brachten, lässt sich an vielen Forschungsergebnissen aus der Arbeit des ISGV aufzeigen. In lockerer Folge werden wir Beiträge zu freiwilligen und erzwungenen Migrationsprozessen präsentieren: vom mittelalterlichen Landesausbau durch flämische und niederländische Siedler und dem Wirtschafts- und Kulturtransfer auf der Via regia über die Zuwanderung der böhmischen Exulanten im 17. und 18. Jahrhundert und die durch die Industrialisierung ausgelösten Migrationsprozesse bis hin zur Ansiedlung der sog. Umsiedler als Neubauern in Sachsen im Zuge von Flucht und Vertreibung nach 1945.

 

 

Seit November 2016 liegen die Beiträge auch in gedruckter Form vor. Die Publikation ist kostenlos erhältlich und kann über die Pressestelle der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration (pressegi@sms.sachsen.de) oder über den Sächsischen Ausländerbeauftragten bestellt werden. http://sab.landtag.sachsen.de…