Die sächsisch-polnische Union – Trinationales Forschungsprojekt

Projektleitung: Joachim Schneider

In Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut in Warschau, dem Historischen Institut der Universität Warschau sowie weiteren Historikerinnen und Historikern aus Polen, Litauen und Deutschland ist es das Ziel des ISGV-Projekts, die Erforschung der sächsisch-polnischen Union des 18. Jahrhunderts sowie im Weiteren auch der Beziehungen zwischen Sachsen und Polen insgesamt in einem gemeinsamen Forschungsverbund zu intensivieren und zu beleben. Auf Seiten der polnischen Partner gibt es ein großes Interesse, vor allem die Epoche wettinisch-sächsischer Herrschaft zwischen 1697 und 1763 sowie Wechselbeziehungen zwischen Polen und Sachsen unter den Königen August II. und August III. unvoreingenommen und unter unterschiedlichen Gesichtspunkten moderner Forschung in den Blick zu nehmen. Auch das spätere Angebot der polnischen Krone an Kurfürst Friedrich August III. 1791 und dessen kurzzeitige Herrschaft im Herzogtum Warschau ab 1807 spielen eine Rolle. Dem ISGV mit seinem Sitz in Dresden fällt hier eine Schlüsselstellung zu, sowohl was die landesgeschichtliche Forschungsexpertise und Kenntnisse der örtlichen Archive wie auch, was die Bereitstellung von Infrastruktur für geplante Tagungen bzw. Workshops angeht.

Abb. 1:
Polnisch-litauisches Königswappen mit dem kursächsischen Wappen – Sächsisch um 1710-1720 – Holz (Eiche?), geschnitzt, golden und farbig gefasst – Sächsische Kunstsammlungen Dresden, Rüstkammer
© SKD, Foto: Hans-Peter Klut, Inv. Nr. P 0342.

Abb. 2:
Fahnenblatt / Zeremonialfahne mit litauischem Wappen – Dresden 1733 – Rechteckige Einblattfahne aus vier Bahnen blauschwarzer Seide; in der Mitte appliziertes Wappen (Schwertreiter: Großfürstentum Litauen) mit Krone aus farbiger Seide mit Stickerei – Sächsische Kunstsammlungen Dresden, Rüstkammer
© SKD, Foto: Stephan Kube, Inv. Nr. D 0023.

Abb. 3:
Fahnenblatt / Zeremonialfahne mit polnischem Wappen – Dresden 1733 – Rechteckige Einblattfahne aus vier Bahnen ehemals roter Seide (stark verblichen); in der Mitte appliziertes Wappen (gekrönter Adler: Königreich Polen) mit Krone aus farbiger Seide mit Stickerei – Sächsische Kunstsammlungen Dresden, Rüstkammer
© SKD, Foto: Stephan Kube, Inv. Nr. D 0022.