Schriftenreihen des ISGV

Foto: Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde Band 50 - ISGV - Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.

Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde

Band 50

Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation in Mitteldeutschland

Wissenschaftlicher Begleitband zur Ausstellung „Umsonst ist der Tod“

(2015)

Herausgeber: Enno Bünz und Hartmut Kühne

Verlag: Leipziger Universitätsverlag GmbH

843 Seiten und 31 Farbtafeln, Hardcover, 98,00 €

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Frömmigkeitsgeschichte ist integraler Bestandteil der mittelalterlichen Geschichte und der Landesgeschichte. Deshalb sind regionale Untersuchungen zu den Verhältnissen von Kirche, Klerus und Frömmigkeit im späten Mittelalter seit Langem ein bewährter Ansatz, der allerdings für den mitteldeutschen Raum bisher kaum fruchtbar gemacht wurde. Die Beiträge des vorliegenden Bandes nehmen neben den Städten als traditionellem Forschungsschwerpunkt besonders die Fürsten, den Adel sowie den ländlichen Raum in den Blick. Einen Schwerpunkt bilden die Ausdrucks- und Kommunikationsformen von Frömmigkeit, z. B. liturgische Inszenierungen oder geistliche Spiele, aber auch unterschiedliche Formen von Text- und Bildmedien. Diese werden hier auch für gängige Themenfelder spätmittelalterlicher Frömmigkeitsgeschichte wie „Ablass“, „Wallfahrt“ oder „Wunder“ ausgewertet. Einige Beiträge reißen zudem Entwicklungslinien an, die über die Vorreformation hinaus in das konfessionelle Zeitalter reichen und so Zusammenhänge zwischen üblicherweise durch die Reformation geschiedenen Phänomenen herstellen.

Der Band enthält Beiträge von Carina Brumme, Enno Bünz, Markus Cottin, Hans Fuhrmann, Stefanie Funck, Antje J. Gornig, Volker Honemann, Christa Jeitner, Julia Kahleyß, Armin Kohnle, Hartmut Kühne, Thomas Lang, Hannes Lemke, Matthias Ludwig, Heiner Lück, Johannes Mötsch, Andreas Odenthal, Christian Popp, Barbara Pregla, Martin Sladeczek, Christian Speer, Henning Steinführer, Hans-Georg Stephan, Johannes Tripps, Jörg Voigt, Christoph Volkmar, Ingrid Würth und Sabine Zinsmeyer.