Schriftenreihen des ISGV

Foto: Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde Band 25 - ISGV - Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.

Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

Band 25

Ethnizität und Interethnik in der tschechischen Ethnologie

(2012)

Herausgeber: Petr Lozoviuk

Verlag: w.e.b. Universitätsverlag und Buchhandel Eckhard Richter & Co. OHG

250 Seiten, kartoniert, 5,00 € (Schutzgebühr)

Diese Publikation stellt ein Teilergebnis des Projekts „Entwicklung und Durchführung einer Konzeption für die Dauerausstellung zur Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern“ dar, das im Rahmen des Ziel 3-Programms durch das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Dresden und das Collegium Bohemicum in Ústí nad Labem realisiert wird.

 

Die Untersuchung der sogenannten ethnischen Prozesse und der Kollektividentitäten der ethnischen Minderheiten in der Tschechoslowakei und der im Ausland lebenden Tschechen gehört seit Jahrzehnten zu den Hauptthemen der tschechischen Nachkriegsethnografie. Die politische Wende von 1989 führte jedoch auf diesem Gebiet zu umfangreichen Veränderungen, die sowohl durch die Abwendung von der marxistischen Ethnos-Theorie als auch durch die thematische Erweiterung der ethnisch definierten Problematik gekennzeichnet waren. Der Sammelband stellt sich die Aufgabe, das deutschsprachige Publikum über diese Entwicklung in der tschechischen Ethnologie zumindest punktuell zu informieren. Um die innere Wandlung des Faches in Tschechien in den letzten 20 Jahren zu veranschaulichen, wurde besonderer Wert auf die Auswahl von einerseits namhaften Autoren und andererseits von gängigen Themen gelegt. Im Unterschied zu einigen anderen „kleinen“ ethnologischen Traditionen Europas liegt bisher kein vergleichbares „Lesebuch“ in deutscher Sprache vor. Der Band entstand im Rahmen eines grenzübergreifenden Projektes, das das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Dresden gemeinsam mit der tschechischen gemeinnützigen Gesellschaft Collegium Bohemicum aus Üsti nad Labem realisiert.